Vergib. Nicht für den Anderen. Für dich.


•Nähert man sich einem Reh, so passiert es häufig, dass es den Menschen neugierig anschaut und erst spät die Flucht ergreift.

•Aber auch diese Flucht ist keine echte. Schon nach wenigen Metern bleibt es stehen und schaut zurück.

•Die Wildschweine sind in diesem Punkt rigoros: Haben sie eine Gefahr erkannt, ergreifen sie entschlossen die Flucht. Mit Blick nach vorne suchen sie ein sicheres Versteck, weit weg von der Gefahrenquelle.

•Von 2,5 Mio Rehen werden 1,3 Mio Rehe jährlich geschossen

•Reh kann Menschen auf 300 m Entfernung wittern

•Auf 100 ha leben ca. 30 Rehe


Wir Menschen verhalten uns, wenn es um die Verletzungen geht, die uns zugefügt wurden, oft wie die Rehe. Wir nehmen die Gefahr nicht ernst genug.


Wir bleiben stehen verharren im Schmerz, haben Gedanken der Rache, schauen zurück und trauern dem Verlust nach. Es tut so weh! Und wir neigen neben dem Schmerz, der uns erfüllt klar zu einer Reaktion: Dem zeige ich es aber! Sie wird mir es noch büßen! Und schmieden Rachegedanken, erzählen allen von den bösen Menschen und der üblen Tat. Über Monate, Jahre, Jahrzehnte. Die bösen Gedanken brennen sich in unsere Seele ein.


Wir leiden und leiden und den Tätern ist es egal. Kein Donner oder besser Blitz vom Himmel gegen die Täter, keine Schuldgefühle zu sehen, keine Korrektur bei ihnen erkennbar. Sie genießen sogar das Leben und uns geht es schlecht - was unsere miese Laune weiter steigert - ein Kreislauf aus dem wir ausbrechen müssen.


Tue dir einen gefallen und vergib schnellstmöglich. Am besten sofort. Wie ein Wildschwein renn weg damit dich die Kugel des Jägers nicht erreichen kann und die Freude in deinem Leben nicht getötet wird. Damit das schlechte was du erlebt hast sie ist nicht in deine Seele einbrennt damit du dich nicht in der Vergangenheit gefangen hältst musst du vergeben.


Die Vergebung ist ein extrem wichtiger Schritt zur Freude im Leben. Ab und zu ist es notwendig gegen die Täter vorzugehen damit sie bei anderen nicht den Schaden einrichten können. Vielleicht ist es möglich die Beziehung wieder herzustellen aber vielleicht werden wie nie mehr Freunde, wir müssen uns nicht mal sehen. Für die Vergebung ist es egal. Und du darfst Schmerz empfinde. Aber um Gottes Willen vergib. Tue das nicht für die Täter. Tue es für dich.


Wer sich auf die Rache konzentriert, gleicht einen Menschen, der von einer Giftschlange gebissen worden ist und ihr dann hinterherjagte, um sie zur Strecke zu bringen. Das ist eine sehr nachvollziehbare und natürliche Reaktion, aber leider beschleunigt die Bewegung und Aufregung der Schlangenjagd die Verteilung der Gifte im Körper. Man schadet sich also nur selbst.

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